In Dunkelflaute-Zeiten, wie sie in Herbst und Winter in Deutschland oftmals vorkommen, liefern Wind und Sonne kaum mehr Strom. Kohle und Gas sind derzeit das Rückgrat der deutschen Stromversorgung. Denn egal wie viele Wind- und Solarkraftwerke man auch hinstellt – wenn es dunkel und windstill ist, gibt es keine Elektrizität.
Die unter Bundeskanzlerin Angela Merkel angeschobene und von der Ampel weiter vorangetriebene “Energiewende” erweist sich als totaler Fehlschlag. Obwohl immer mehr Flächen mit Solarpanels und Windkraftwerken zugepflastert wurden, ist die Bundesrepublik derzeit von Kohle, Erdgas und französischem Atomstrom abhängig. Tagelange Dunkelflauten, wie sie in der dunklen Jahreszeit völlig normal sind, decken die Realitäten auf.
Looking at German electricity this week you could be forgiven for forgetting they've spent FIVE HUNDRED BILLION € on a renewable energy "transition"
— Mark Nelson (@energybants) November 9, 2024
They're just straight up fossil powered!
With high costs, high carbon, and a shrinking economy.
I labeled it for you below. pic.twitter.com/1uyNAtE2iu
Es sähe vielleicht anders aus, wenn es günstige Möglichkeiten zur Stromspeicherung gäbe, wo man im Sommer beispielsweise die Batterien mit Produktionsüberkapazitäten auffüllt und bei Unterproduktion dann ins Netz einspeist. Doch eine solche Technologie existiert noch nicht. Stattdessen muss man mit Kohle und Gas kompensieren – und so müssen auch (ebenfalls teure) Kraftwerksüberkapazitäten als Backup vorhanden sein.
Wir haben nur noch 57 GW sichere #Kraftwerksleistung in Deutschland! Echt jetzt?!?
— Fridays For Freedom (@fridays_freedom) November 21, 2024
Das reicht nicht! Wir brauchen mindestens 70 GW fossile Leistung!
Wenn die #Dunkelflaute der letzten beiden Wo. im Januar wiederkommt, dann kommen Lastabwürfe!
Wir werden von Wahnsinnigen regiert! pic.twitter.com/iUXCItZrtz
Wieder einmal zeigt es sich, dass man Wind- und Solarstrom zwar als Beimischung verwenden kann, doch diese Art der wetterabhängigen Stromerzeugung für eine Industrienation wie Deutschland einfach nicht taugt.
Prof. Sigismund Kobe hat am Beispiel der 10-Tages-#Dunkelflaute Anfang Nov. 2024 die Problematik der fehlenden Speicher sehr gut mit einem Rechteck veranschaulicht. Ich habe 3 Rechtecke zum Thema #H2 dazu gezeichnet. Für die, die ihn nicht kennen: https://t.co/pY3DpNjNjX pic.twitter.com/CvzsjLot1I
— EE-Fakten und Visionen (@EE_Fakten) November 22, 2024
Deutschland, für lange Zeit ein Netto-Stromexporteur, avancierte infolge der Abschaltung der Atomkraftwerke und des Ausbaus von Wind- und Solarkraftwerken mittlerweile zu einem Netto-Importeur.
So langsam geht die Saat auf, Strom bleibt teuer und erklimmt bei Dunkelflaute wie aktuell an der Strombörse neue Höhen. Die Nettoimportmengen steigen und die energieintensive Industrie schwindet, ein Wahnsinn pur.
— marc friedrich (@marcfriedrich7) November 8, 2024
Die Entwicklung des monatlichen Saldos aus Stromexporten und… pic.twitter.com/UECcW2A09s
Mehr noch sorgt diese wetterabhängige und völlig unzuverlässige Stromproduktion zu massiven Preisschwankungen an den Strombörsen. Planungssicherheit? Gibt es nicht. Lediglich die Betreiber von Wind- und Solarkraftwerken können sich dank der verantwortungslosen Subventionspolitik zumindest sicher sein, dass die Verluste bei Überproduktion von den Steuerzahlern gedeckt werden, während sie bei Höchstpreisen ein gutes “Taschengeld” extra verdienen. Oder anders ausgedrückt: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.
#Windbarone haben gerade keine gute Zeit. Nachdem sie in der Dunkelflaute kaum Einnahmen hatten, geht der Strompreis heute Nacht ins Minus und sie verdienen trotz starkem Wind wieder nichts.
— Benedikt Schonlau (@surferBS) November 24, 2024
Bei 200 GWh x 0,07 € verlieren sie heute Nacht 14 Mio €.#EnergiewendeinsNichts pic.twitter.com/0cUBRZZjJZ
Das, was wir derzeit erleben, ist ein Beispiel dafür, wie sehr die sogenannte Energiewende scheitert. Mehr noch wird deutlich, dass Deutschland vor allem eine stabile und sichere Stromversorgung braucht, die nicht von Wind und Wetter abhängig ist.